Weltverbesserung
Meine älteren Internetbeiträge in die obige Gedankenrichtung vor Eröffnung meiner Webseite stelle ich hier ein.
Hier folgt ein älterer Beitrag, den ich neuerdings nochmals einstellen durfte:
Mein Beitrag im Publik-Forum 2008-01-9
- ist dort nicht mehr drin.
Der Weg zu Gott ohne religiöse Organisationen ist ein Wieder-zu-sich-selbst-finden. Es ist so, als ob ich versuche, die Wahrheit über meine Erbanlagen zu finden und Rückschlüsse auf die Person meines Schöpfers zu ziehen. Da Gott uns nach seinem Bilde und Gleichnis erschaffen hat, dürfte ein sehr ehrlicher Blick in unser Inneres ein besseres Bild von Gott zu Tage fördern, als bisher.
Wenn es mir oft weh tut, wie die Religionen Gott so sonderbar darstellen, dann suche ich Verleumdung und Wahrheit über Gott herauszufinden, indem ich selbst zu denken anfange. Da Gott unser Schöpfer ist, will ich wissen, warum und wozu er uns erschaffen hat, ferner, wie weit wir von dieser Idealvorstellung Gottes abweichen und wie wir dahin zurückkehren können. Solche Fragen beantwortet die Religion zwar auch, aber auf sonderbare Weise, meines Erachtens. Wenn Gott anders ist, als es die Religionen hinstellen, dann müssen auch wir anders werden, als es die Religionen verlangen. Dann müssen wir uns auch um das Leben vor dem Tode kümmern.
Der Weg zu Gott ist unsere Restaurierung, die Wiederherstellung eines guten Verhältnisses zu ihm sowie falsche Vorstellungen und Ansichten abbauen. Da Gott sich nicht zu ändern braucht, müssen wir unsere Ansichten von ihm, besonders die falschen religiösen ändern. Ein Leben zu führen, daß Gott zwar, aber nicht den Religionen gefällt, wird uns endlich auch leichter fallen. Wir sind dann religiösen Ballast los, der uns das Leben schwer gemacht hat. Gott näher kommen heißt unsere Restaurierung, zu seiner Idee vom Menschen, zu seinem Menschenbild zurückkehren. Jede unnötige Furcht ablegen.
Die bessere Einstellung zu Gott erfordert weniger als wir bislang glauben mußten. Der Weg zu Gott ist sehr kurz. Nur eine innere Zuwendung zu Gott, das ist schon alles. Es ist eine positive, ehrliche, dankbare, interessierte Einstellung zu Gott. Der Weg zu Gott ist also nicht länger als unsere Gehirnwindungen im Kopf, die durchströmt werden müssen, von Selbstbesinnung auf unsere Menschenwürde (= was wir werden sollten) und die Entfaltung unserer Gottesgaben: Liebe, Weisheit und Gerechtigkeit. Der Faktor Macht darf nie blind unverhältnismäßig überbewertet zu diesen 3 Prinzipien werden. Wir sollten unsere Begabungen von Gottes Schöpfung endlich wieder wachrufen.
Gott kennt uns, seine Schöpfung, weshalb er viel Geduld mit uns hat, während wir uns allmählich ein rechtes Bild von ihm und uns machen. Der Weg dazu ist kurz, denn wir persönlich sind das Studienobjekt aus Gottes Hand, das uns mehr aussagt über Gott als jede anmaßende Religion mit ihren Lehrpunkten. Dieses Studienobjekt haben wir immer bei uns und können es in jeder Situation testen. Wir müssen bei solchen Selbststudium streng ehrlich bleiben; dabei von außen nicht beirren oder beeinflussen lassen. Wir werden finden, daß alle guten Fähigkeiten, Anlagen und Eigenschaften von Gott kommen, die schlechten aber nicht aus dieser Quelle, denn Verderbnis kommt nicht aus der Quelle des Wachstums.
Gott näher kommen heißt, zu seiner Idee vom Menschen, zu seinem Menschenbild zurückkehren. Allein auf dem Weg zu Gott? Einzig dieser kurze Weg, dieser kleine persönliche Schritt der Entscheidung, sich innerlich Gott zu zuwenden, dieser konsequente Entschluß führt ohne Umschweife sofort zu Gott. So etwas muß jeder mit sich selbst abmachen. Ganz allein muß man darin konsequent fortfahren in dieser Freundschaft mit Gott. Freundschaft mit Gleichgesinnten und Erfahrungsaustausch kann man auf dieser Grundlage gern pflegen. Aber das ist kein Ersatz für die innere Zuwendung zu Gott, solche kommt nicht aus dem Umgang mit anderen Menschen, sondern aus dem Umgang mit sich selbst und Gottes Schöpfung. Sie kommt auch nicht aus der Zugehörigkeit zu einer Religionsorganisation. Da wollen viele (Wegelagerer) den alleinseligmachenden Mittler spielen. Äußere Hilfe auf dem Weg zu Gott, Motive. Warum strecken sich so viele Hände der Religionen u. Kulte dem Gottessucher "hilfreich" entgegen? Warum wird für unsere entscheidende innere persönliche Zuwendung zu Gott ein so großer religiöser Zirkus gemacht ? Hier spielen Angebot und Nachfrage eine Rolle. Gottessucher gebärden sich äußerst hilfesuchend. Diese starke Nachfrage löst einen bunten religiösen Hilfs-Basar aus.
Das Motiv für Hilfesuche ist von Immanuel Kant untersucht und genannt worden: "Es ist so bequem, unmündig zu sein. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen hat (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern (Führern, Verführern) aufzuwerfen. - Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann (mit Schweiß, Blut und Tränen); andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen. Daß der bei weitem größte Teil der Menschen den Schritt zur Mündigkeit, außer dem, daß es beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halten (gefährlich ist eine eigene Meinung oft): Dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben." (weil sie davon Profitieren; kursiv mein Kommentar).
Nun lieber Leser, nehmen Sie sich Zeit, über diese folgenschwere, uralte Situation gründlich nachzudenken, es ist lebenswichtig für Sie und die Zukunft jedes Menschen, sowie für unsere Stellung in der Schöpfung und Umwelt. Ich denke, diese Darlegungen sind nicht so einfach "von der Hand zu weisen". Ich könnte ein ganzes Buch füllen, zu diesem Thema. Es ist sozusagen nur ein Überblick dessen, was normalerweise ein ganzes Buch füllen würde. Man sollte diese Zeilen bedachtsam durchlesen, weil sie stark komprimierte Ergebnisse von 45 Jahren Denkarbeit sind. Diese Überlegungen sind nirgends abkopiert. Ich habe kaum eine vergleichbare Gesinnung gefunden, außer bei Kant (wie oben zitiert). Darum bitte ich besonders um Ihr Bemühen, mich zu verstehen.
Nun zu dem von Kant genannten Motiv. Menschen lieben Führung deshalb, weil sie gern andere denken lassen, sowie Entscheidungen, Verantwortung, Wissen, Einsicht, Lernprozesse und Mühe gerne auf andere abschieben. Man meint, unmündig sei auch unschuldig; vergißt aber, daß man trotzdem ständig die Zeche der Vormünder bezahlt. Die eigene freiwillige Entmündigung ist eine geistige Selbstverstümmelung und ein Frevel gegen Menschenwürde, Schöpfung, Gott und sich selbst! Sie macht blind gegenüber den katastrophalen Folgen. Allerdings ist diese geistige Versklavung, Unsicherheit und Furcht, eine alte Erblast unserer Gesellschaftsordnung mit allen Symptomen einer Sucht. Wir müssen uns aus dieser Abhängigkeit befreien, also aufhören mit der geistigen Selbstverstümmelung. Diese begann unter dem Einfluß eines Verführers schon bei Eva und wurde uns bis heute vererbt, sie wurde Fundament unserer menschlichen Gesellschaft.
Wenn wir nach Mündigkeit und Selbständigkeit streben, wachsen auch unsere Selbstachtung und das Selbstbewußtsein erheblich, dann bezahlen wir nicht mehr vielfältig, gedankenlos für die Fehler anderer, der "Führer". Führer und Verführer. Warum wollen uns die "Führer" mit allen Mitteln und blutigem Nachdruck klar machen, daß ohne sie nichts läuft? Wer profitiert von ihrer Hilfe? Wie sauber sind diese Hände. Das sind lebenswichtige Fragen. Mit welchem Maßstab könnte man den Wert solcher Hilfe messen? - und Führer von Verführern unterscheiden? "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Verführer hassen Kontrolle, sie fordern blindes Vertrauen, Gehorsam, Abhängigkeit. Sie lieben allein die Macht und nicht die Menschen. Viele gibt's davon.
Die religiösen Wegelagerer stellen den Weg als weit und mühsam hin, um ihre Ausbeutung ausgiebig zu betreiben. Sie bürden den Menschen viel Ballast und Opfer auf, damit diese nicht zur Besinnung kommen. Z. B. behaupten sie, Wahrheit sei, was nicht widerlegt werde. Starke Beweise liefern sie nicht. Widerlegungsschwäche soll ihre Behauptungen wahr machen. Gute Führer tun das Gegenteil, sie lieben Kontrolle, aber hassen blindes Vertrauen und fordern Unabhängigkeit, Mündigkeit von ihren Schützlingen, damit sie auf eigenen Füßen gehen lernen. Wenige gibt’s davon. Ein guter Führer wird unser Streben nach Unabhängigkeit, Selbständigkeit und Mündigkeit nicht übel nehmen, sondern es nach besten Kräften fördern und unterstützen sowie nach unseren Initiativen und Gedanken fragen um sie zu fördern.
Welche Religionsführer entsprechen solchen Maßstäben? Ich habe gesucht und nicht gefunden. Ich darf überall nur ein kleines Rädchen im großen Getriebe sein. Wozu ist denn das große "Getriebe" da? Damit man es besser "im Griff hat", um darüber Macht auszuüben. Aber Macht garantiert weder Weisheit, Recht noch Liebe. Die Macht (der Knopfdruck) hat mehr zerstört als aufgebaut. Das große "Getriebe" hat die Menschheit nicht glücklich gemacht, sondern unsagbar viel unnütze Opfer an Schweiß, Blut und Tränen gekostet, sowie den Menschen von Gott entfremdet. Es ist bedauerlich, daß selbst die scheinbar christlichste religiöse Führung blind gegenüber diesen Tatsachen ist und alle Mittel wie Einfluß mehr gegen Gott und Menschen als dafür einsetzt. Sie spielt lieber das Goldene Kalb, zu dem alle aufblicken müssen und lenkt damit leider frevelhaft von Gott ab. Sie geht uralt eingefahrene weltliche Wege der Machthierarchie und stellt sich mehr hinderlich als nützlich zwischen Gott und Mensch.
Einige scheinen ein geheimer Ableger Roms zu sein, welcher alle unzufriedenen Gläubigen in einer scheinbar völlig "neuen, renovierten" Hütte auffangen soll, damit sie stets unter Kontrolle bleiben. Sie versäumen viel gutes zu bewirken, indem sie sich völlig umstellen. Nun, ihr Aushängeschild allein garantiert überhaupt nichts. Sie lassen sich nicht in die Karten schauen. Das sie sie sehr verdächtig. Bergauf haben keine religiösen und anderen "Führer" die Menschheit in der Vergangenheit auf Erden geführt. Für die Zukunft auf Erden wissen sie auch keinen gangbaren guten Weg. Die technischen Errungenschaften sind nur ein Pseudo-Fortschritt, eine Augenwischerei, eine Ablenkung vom Wesentlichen, sie haben Kriege, Hunger und andere Mißstände nicht abgeschafft. Niemand sage, der Mensch zeige durch seine Wissenschaft und Technik brillanten Verstand! Es ist ein kaputter Verstand, der den brillanten Geist nicht zügeln kann. Denn die Kosten von Rüstung, Raumfahrt und Kriegen z.B. sind ein völlig unsinniger Aderlaß der Menschheit und hätten anders und besser zum Wohl der Menschen aufgewendet werden können. Die Bilanz der 6000 Jahre Menschheitsgeschichte und der 2000 Jahre Christenheit stellt all den "Führern" kein gutes Zeugnis aus, also sollte man sich vor ihnen sehr in Acht nehmen. Viele Wegelagerer bieten angeblich "freundliche" Wegbegleitung an, beuten aber den Gottessuchenden raffiniert aus.
Es gehört eine Portion Selbstbewußtsein dazu, solchen Angeboten zu widerstehen. Wir dürfen weder äußere Führer noch innere tierähnliche "Instinkte" suchen, sonst verfehlen wir uns und entfernen uns von Gott, denn so hat er es weder gewollt noch eingerichtet. Es Schadet uns seit Menschengedenken sehr. Gott hat uns in seiner Liebe und Weisheit einen inneren Führer mitgegeben: Nicht einen tierähnlichen Instinkt, sondern einen einmaligen Verstand und das Gewissen Diese müssen wir wieder aktivieren. Wir dürfen deren lebenswichtige Warnungen vor blinden Entscheidungen nicht in den Wind schlagen wie bisher.
Greift Gott ins Weltgeschehen ein? Das furchteinflößende religiöse Harmageddon (Weltende) sehe ich ohne Blutvergießen. Es wird Tinte und Druckfarbe fließen, kein Blut! Es ist der Höhepunkt des 6000 Jahre alten kalten Krieges gegen Gott, wo endlich Gott und die Vernunft siegen werden. Er wird langsam vonstatten gehen. Mitten in der heutigen untauglichen Gesellschaftsordnung wird eine neue, gottgefällige langsam heranwachsen, wo wieder Vernunft, Liebe, Weisheit und Gerechtigkeit auf den gottgewollten Platz kommen.
Eine blutige, gewaltige, plötzliche Machtdemonstration, wie einige Religionen sie von Gott erwarten, ist unnütz, unvernünftig, typisch menschlich und gottentehrend. Eine blutige Schlacht braucht niemand fürchten, sie ist Unsinn und findet nicht statt; (außer in den Träumen religiöser Führer). Lies bitte die "Harmageddon"- Stelle in Offenbarung 16,15, wo Harmagedon so leise und unmerklich stattfindet, daß Schläfer nicht einmal wach werden davon. Hauptsächlich ist dort von "versammeln" (also Stellungnahme, geistiger) die Rede. Von Blut fehlt jede Andeutung, das liest die Religion eigenmächtig hinein. Ganz klar, was bei der Kirche die Hölle und das Fegefeuer, das Ist bei anderen Religionen eben Harmagedon, um die Gläubigen einzuschüchtern und gefügig zu machen. - Eine blutige Schlacht - wie primitiv und allzu menschlich!
Als Vorbild kann nicht die Sintflut herhalten! Die Sintflut war eine normale Naturkatastrophe in der Erdgeschichte, wie Erdbeben, Unwetter, Wirbelstürme usw. Gottes Rolle war dabei nur, daß er sie voraussagte und die Menschen davor warnte (mittels Noah). Wir wären sehr dankbar, wenn z.B. Erdbeben stets sicher vorausgesagt würden. Gottes Widersacher damals dürfen wir nicht übersehen. Er sah ebenfalls diese Naturkatastrophe voraus und wollte mit allen Mitteln (Nephilim) die Menschen zum Aussterben dahinein manövrieren. Er verführte die menschliche Gesellschaft derart, daß sie beinahe geschlossen Gottes Warnung in den Wind schlugen. Beinahe wäre somit der Streich gelungen, die Menschen vermittels ihrer Unvernunft auszurotten.
Gott fand beim Durchsuchen dieser Menschheit glücklicherweise einen Noah, der die Warnung vor einer unglaublichen Naturkatastrophe ernst nahm und entsprechende Maßnahmen traf. Doch eine Katastrophe? Gott warnt schon lange vor einer anderen Katastrophe: Vor der ungeheuren geistigen Selbstverstümmelung der Menschheit, die uns unter das Niveau von Tieren sinken läßt und somit eine Gefahr für die Umwelt, die Schöpfung und die Menschheit darstellt. Wovor wir uns sehr fürchten sollten ist: Vor dem Verlust unserer eigenen Menschenwürde, unserer Mündigkeit, unserer beglückenden Rolle in Gottes Plänen und Schöpfung! Die bösen Auswirkungen dieses Verlustes spürt die Menschheit schon lange. Niemand sage, der Mensch zeige durch seine Wissenschaft und Technik brillanten Verstand! Es ist ein kaputter Verstand, der den brillanten Geist nicht zügeln kann. Denn die Kosten von Rüstung, Raumfahrt, Kriegen u.v.m. stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen und Wohl, das sie der Menschheit gebracht haben.
Warum läßt Gott das Böse zu? Die Antwort: Mit jedem direkten Eingriff in die menschliche Gesellschaft, würde Gott sich gleichzeitig mitverantwortlich und mitschuldig für das Geschehen machen. Es deutet sein Eingeständnis an, daß der Mensch einen Vormund, einen Führer brauchte, also zur Mündigkeit nicht fähig sei. Gott hat uns aber genügend Verstand mit auf den Weg gegeben, er weiß, daß dieser verläßlich funktionieren kann. Er ist also nicht schuld, wenn wir den nicht gebrauchen. Er kann uns nicht zu unserem Glück zwingen, unseren Verstand einzuschalten. Er muß traurig mit ansehen wie wir gleichgültig stets "mit dem Kopf vor die Wand rennen", aus Fehlern nie lernen und keine Vernunft annehmen.
Wir sind schuld! Die Menschheit gebärdet sich wie süchtig nach Unverstand, nach Zügellosigkeit des Geistes, der Fantasie. Alle Symptome einer Sucht treten dabei auf inklusive Halluzinationen. Eine Zukunftshoffnung? Aus dem Elend der Menschheitsgeschichte führt nur ein Weg heraus: Jedermanns Selbstbesinnung, Mündigkeit und Abkehr vom "Mitschwimmen im großen Strom". Jeder einzelne Mensch ist ein Glied in der großen Kette unserer menschlichen Gesellschaft und die Kette ist bekanntlich nur so stark wie das schwächste Glied; an dieser Stelle reißt sie und sie ist schon lange sehr schwach und elend.
Es kommt auf den Einzelmenschen, das Individium weit mehr an, als man gemeinhin denkt! Leider ist sich der Einzelne dessen nicht bewußt, er läßt unbekümmert andere denken und machen. Dann beschwert er sich, wenn die Krisen immer zahlreicher, größer und gefährlicher werden. Neuerdings begreifen die Einzelmenschen gelegentlich ihre Rolle: "Wir sind das Volk" und bewegen etwas. Aber den großen Überblick, das Erwachen finden sie noch nicht. Wir fühlen es ganz deutlich, daß echte Wahrheiten frei machen, auch frei von Furcht. Und außerdem ist Gottes Weg für Menschen stets angenehm, menschenwürdig, begeisternd, liebevoll, weise, gerecht, einem liebenden Schöpfergott viel angemessener und auch einleuchtender, je mehr man darüber nachdenkt, im Gegensatz zu religiösen Lehren.
Das Wiedererwachen der Menschen zur Freiheit, zum schöpfungsbestimmten Leben, fängt mit wenigen Personen an, ähnlich einem Schneeball, der zur Lawine anwächst. Die derzeitige Gesellschaftsordnung ausbessern oder umbauen zu wollen, ist vergebens. Besser ist es, jetzt daneben neu zu bauen nach allen aktuellen Anforderungen der Zukunft zum Wohle der Menschen. Dann hat jeder die Auswahl, wo er leben will, frei oder versklavt. Das ist wiederum humaner, als jede andere Lösung. Da es sich um einen geistigen Neubau im Inneren des Menschen handelt, ist er völlig immun gegen jeden Angriff und Verlust. Diesen überragenden Vorteil sollte man bedenken. Was nützt uns das heute? Unser verdrehtes Gehirn hält jetzt wieder automatisches Argument parat: "Wer soll sich denn für das kurze, beschissene Leben, so viel Mühe machen nur zum Nutzen späterer Generationen."
Man sieht, wie Gesellschaft und Erziehung uns falsch programmiert haben. Wir sind bestimmt sehr dankbar, daß auch schon unsere Vorfahren so mies gedacht haben?! Profitieren können wir sehr wohl jetzt schon während des ersten "Anfangsstadiums", weil wir uns auch im ersten kleinen Kreis Gleichgesinnter wohler fühlen, eine schwere Last der Angst, Hoffnungslosigkeit, der Sinnlosigkeit abschütteln und wahre Freiheit erleben können. Eine neue bessere Stimmung wird uns beflügeln, was sicher öffentliche Aufmerksamkeit erregen, Neugierde wecken und so manchen anderen mitreißen. Deshalb will ich aber keine neue Religionsgemeinschaft etwa gar als Opposition gegen bisherige oder sonst einen Verein zur Bevormundung von Menschen gründen. Da es um eine freiwillige innere Restaurierung des Menschen geht, genügt ein ungezwungener Erfahrungsaustausch Gleichgesinnter ohne Verein. Wir gründen ja auch keinen Verein, nur weil wir in gleicher Gemeinde wohnen.
Klaus Prüter, Altenbeken, Jahrgang 1934
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Stand: 2.2.08 4.10.2011